Rezension: Sommerfest (Frank Goosen)

I am sorry in advance for posting in German once again. Recently, I am reading a lot of German books and since they are not available in English, it would not make sense to write about them in English. I am trying really really hard to read more English literature and promise to not forget about all you english followers of my blog!!!

Sommerfest (Frank Goosen)Amazon Zusammenfassung: Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.” “Storys, ehrlich, wo du hinguckst. Die liegen praktisch auf der Straße, die musst du nur aufheben!” Frank Goosens neuer Roman zelebriert ein Heimatwochenende voller skurriler Figuren mit Fußball und Musik, mit großen Entscheidungen und viel Gefühl. Onkel Hermann, der seit dem Tod von Stefans Eltern in Bochum die Stellung hielt, ist gestorben, und Stefan muss zurück in die Heimat, um das kleine Bergarbeiterreihenhaus seiner Familie zu verkaufen. Zwei Tage, den Termin mit dem Makler hinter sich bringen, sich mit ein, zwei Leuten treffen, die es verdienen, und schnell wieder zurück nach München, ins wahre Leben. Rein, raus, keine Gefangenen. Das war der Plan. Doch schneller als man es für möglich hält, wird man in der Enge der Heimat zu Erinnerungen und Entscheidungen verurteilt. Just an diesem Wochenende wird die Sperrung der A40 im Ruhrgebiet zum kulturellen Happening, dessen Sog Stefan sich nicht entziehen kann. Und alle sind sie da, alle, mit denen er aufgewachsen ist: Toto, der Versager, Diggo, sein brutales Herrchen, Frank, der Statthalter, Karin, die Verwirrmaschine, Omma Luise, die Frau, die alles mitgemacht hat. Und Charlie. Sandkastenfreundin, nicht-leibliche Schwester, Jugendliebe. Keine Frau kennt Stefan so gut und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben … Ein rasanter Roadtrip durch den “Pott” von heute…

Meine Gedanken: Als gebürtige Ruhrpottlerin ist das Sommerfest wirklich ein MUSS zum lesen! Ich hatte mehrere positive Rezensionen gelesen und war sofort sicher, dass ich das Buch einfach lesen muss! Schon nach ein paar Seiten fühlte ich mich direkt in meine alte Heimat zurück versetzt. Der Dialekt in dem die Protagonisten sprechen trägt einiges dazu bei.

Man merkt außerdem, dass Frank Goosen definitiv auch aus dem Pott kommt und die Kultur und die Lebensart der Einheimischen genau kennt. Viele Dinge erinnern mich an meine eigene Kindheit, wie zum Beispiel die traditionelle „Bude“ zu der Stefan geht. Deutlich wird auch, dass Goosen seine Heimat liebt und gerne davon erzählt. Auch wenn vieles etwas negativ dargestellt ist, wird es trotzdem mit Liebe und Zuneigung erzählt. Den negativen Touch erhält die Erzählung nur deshalb weil das Ruhrgebiet einfach nicht harmonisch ist. Das Klima ist rau und Menschen sagen nun mal direkt was sie denken.

Für einen Außenstehenden mag die Geschichte aber nicht besonders spannend sein. Sie beschreibt das einfache Leben im Ruhrgebiet, ist nicht besonders romantisch und auch der Humor ist sehr speziell. Jedem Ruhrpottler empfehle ich dieses Buch von ganzem Herzen. Wer sonst gerne einmal eine literarische Reise in dieses Gebiet machen möchte, sollte vielleicht auch wirklich mal ins Ruhrgebiet fahren um viele Dinge wirklich zu verstehen die in diesem Buch beschrieben werden.

Die Geschichte an sich ist nicht besonders einfallsreich und kreativ. Das Ende lässt sich eigentlich schon von vornherein voraussagen und kommt nicht wirklich überraschend. Gegen Ende der Geschichte kommen noch einige Fakten ans Tageslicht die mehr oder weniger zu erwarten waren. Es werden aber auch schon vorher Andeutungen gemacht die viele dieser Fakten vorhersehen lassen wenn man aufmerksam liest.

Trotzdem habe ich die Lektüre vom Sommerfest sehr genossen und kann das Buch weiterempfehlen. Es spiegelt einfach die Kultur und die Menschen des Potts perfekt wider: Simpel und sympathisch!🙂

Meine Wertung:  ★★★☆ 

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